230.000 zusätzliche Pflegeplätze bis 2035 benötigt

230.000 zusätzliche Pflegeplätze bis 2035 benötigt

Wie die Immobilien Zeitung in ihrem neuen Bericht diagnostiziert, werden 230.000 zusätzliche Pflegeplätze bis in das Jahr 2035 in 402 deutschen Städten und Landkreisen benötigt.

Die Zeitung konstatiert, das Investoren, die ihr Geld in Pflegeheime stecken möchten, für die kommenden Jahrzehnte aufgrund des demografischen Wandels unserer Gesellschaft gute Karten haben werden. Zu dieser Erkenntnis kamen die Immobilienberater von Wüest Partner Deutschland in ihren Analysen für den Pflegeheim-Atlas 2018. Dieser Bericht bestätigt damit frühere Vorhersagen, die zum Aufschwung der Pflegeheime als eigene Anlageklasse hingewiesen haben.

In rund einem Sechstel aller 402 analysierten Städte und Gemeinden werde der Mehrbedarf über 500 Pflegeplätzen liegen, so der Bericht. Spitzenreiter in diesem ist Berlin, gefolgt von Hamburg (2.789), die Region Hannover (2.501), München (1.475) und Köln (1.227). In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben die Immobilienberater den höchsten Zusatzbedarf in den Landkreisen ausgemacht.

Aktuelle Engpässe haben die Autoren in Brandenburg an der Havel sowie in Frankfurt/Oder und im Landkreis Nordsachsen mit ausgemacht. "Allerdings ist etwa in Brandenburg an der Havel auch der Bedarf in Relation eher gering", sagt Karsten Jungk, Geschäftsführer und Partner bei Wüest Partner Deutschland. Zurzeit liege die Auslastung der bestehenden Pflegeheime deutschlandweit bei 88%.

Die Zahl der durchschnittlichen Pflegeplätze pro Einrichtung sinkt aktuell. Im Jahre 2005 hielten Heime in Deutschland durchschnittlich noch 73 Plätze für potenzielle Bewohner verfügbar. 2015 waren es dagegen nur noch 68 Plätze.

Quelle: Immobilienzeitung // Fachzeitung für die Immobilienwirtschaft // 16.10.2018

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